Natur-Achtsamkeit erfahren
Hallo ihr Lieben,
worum es in meinem Blog geht, ist nicht ganz einfach auf den Punkt zu bringen. Der Begriff der Naturachtsamkeit vereint Natur mit Achtsamkeit auf eine bestimmte Weise. Es soll um die Natur gehen und viele weitere Aspekte. Diese Aspekte zeigen auf, wie positiv eine Verbindung mit der Natur sein kann. Ganz automatisch kommt die Achtsamkeit dabei ins Spiel.
Die Achtsamkeit ist eine Art der Meditation, die dem Menschen und insbesondere der menschlichen Psyche guttut. Sie kommt ursprünglich aus dem Buddhismus. Die Natur soll als Hilfsmittel dienen, um die Fähigkeit des achtsamen Leben zu entwickeln und festigen. Nichts symbolisiert den bewussten Moment so schön wie das Betrachten einer blühenden Kirschblüte. Ihre Blütezeit ist kurz und eindrucksvoll. Das Erleben der Blütezeit, macht dem Menschen bewusst, dass ein Moment nach einem Wimpernschlag vergeht. Es macht ihm bewusst, dass die Schönheit und insbesondere die der Kirschblüte vergänglich ist. Dies ist jedoch kein Grund zur Trauer, sondern, der Freude über die jährlich wiederkehrende Kirschblütenzeit. Durch die Fähigkeit zum bewussten Leben, dem Leben in Achtsamkeit, verbessert sich die Stabilität der menschliche Psyche. Der Mensch leidet weniger unter Unruhe, Angstzuständen oder Depressionen. Diese positiven Auswirkungen der Achtsamkeit und der therapeutische Ansatz der Achtsamkeit werden hoch geschätzt. Jedoch sehe ich die Naturachtsamkeit etwas anders.
Der Mensch dreht sich um sich selbst
Es scheint mir so, als wäre ausschließlich der Mensch mit seinen alltäglichen Problemen und Bedürfnissen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Er sucht nach Mitteln, seiner inneren Unruhe und der Sinnlosigkeit des Lebens zu entkommen. Vielleicht leidet er auch unter Allergien, Schlaflosigkeit oder Antriebslosigkeit. Dabei probiert er jedes Heilmittel aus, das er finden kann. Es ist legitim ein Mittel gegen seine Leiden zu suchen, jedoch ist gerade dieser Ansatz, bei dem es sich hauptsächlich um den Menschen dreht, der Grund, warum er nicht glücklich werden kann. Auch die Natur wird nicht in ihrer Gänze wahrgenommen und als Meditationsgegenstand reduziert. Es ist dabei natürlich fraglich, ob die Natur in ihrer Gänze überhaupt wahrnehmbar oder begreifbar ist.
Natur im Mittelpunkt
Auch wenn wir die Natur nicht gänzlich verstehen können, so gibt es immer noch eine große Menge an erfahrbarer Natur, die wir erleben und mit Dankbarkeit betrachten können. So sehe ich die Naturachtsamkeit als die Anstrengung des Menschen, die Natur wahrzunehmen und wertzuschätzen. Dabei ergibt sich automatisch auch ein Vorteil für die Psyche, mehr Resilienz und Belastbarkeit im Alltag. Aber die Bewältigung unseres Alltags kann nicht der einzige Sinn und Zweck des Lebens sein. Wenn wir auch nur ansatzweise die Dimensionen der Natur begreifen und uns nicht nur um uns selbst drehen, können wir aus dieser Quelle Kraft schöpfen. Das Erahnen der Urkraft der Natur, hat eine nährende Wirkung, wie kaum etwas Vergleichbares. Wir bekommen mehr, als wir ursprünglich gesucht haben. Wir bekommen ein tieferes Verständnis der Natur, als wir ursprünglich erfragt haben. Keine Vorstellung davon zu haben, wie viele Mondzyklen unsere Erde noch erleben wird, gibt einem das Gefühl, dass die eigenen Probleme winzig klein sind.
Dankbarkeit und Spiritualität
Die Kraft der Natur und die Notwendigkeit diese zu preisen, spürten schon unsere Vorfahren. Die Ausübung der Naturreligion hat bis heute ihre Anhänger und ist die unmittelbarste Form, die große unendliche Macht über uns, die manch eine Person auch "Gott" nennt, zu huldigen. Welchen Elementen verdanken wir die gedeihende Erde, auf der wir leben? Es ist die Sonne, die alles erwärmt, und der Mond, der die Gezeiten verursacht und die Meere in Bewegung hält. Liegt es nicht nahe, Sonne und Mond für all ihr Wunder zu huldigen? Dabei erübrigen sich auch kritische Fragen danach, ob es diese höheren Mächte wirklich gibt, denn dass die Sonne am Tag und der Mond in der Nacht scheinen, sollte niemand bestreiten.
Umwelt-"Bewusstsein"
Gerade in der heutigen Zeit kommt bei der Naturachtsamkeit der Aspekt des Umweltschutzes dazu. Die Fähigkeit, die Natur bewusst wahrzunehmen, bedeutet auch, dass man das Verschwinden der Natur wahrnehmen kann. Wer niemals das Vogelzwitschern wahrgenommen hat, wird es nicht vermissen, wenn die Vögel nicht mehr da sind. Da durch das sich verändernde Klima die Naturphänomene ebenfalls im Wandel sind, können unerwartete Dinge passieren, wie verfrühte Laubfärbung, Zugvögel, die nicht mehr im Herbst in den Süden fliegen. Da bekommt das Wort "Umweltbewusstsein" gleich eine andere Bedeutung.
In Beziehung mit der Natur
Wenn der Mensch also in Beziehung zur Natur steht, sie wahrnimmt, kann dabei ein Nutzen auf beiden Seiten entstehen. Die empfundene Dankbarkeit für all ihre Wunder, kann dazu führen, dass der Mensch mehr über Umweltschutz nachdenkt und diesen in die Tat umsetzt. Weiter kann sich tiefe Zufriedenheit darüber einstellen, dass wir einen Teil dazu beitragen, die Natur zu schützen und für die kommenden Generation zu erhalten.
- Laufe barfuß über eine Blumenwiese
- Beobachte Sternschnuppen am Nachthimmel
- Setzte dich in den Wald an einen Ort, der dir gefällt, zum Meditieren
- Stelle dir den Wecker, um morgens den Sonnenaufgang betrachten zu können.
- Mache eine Nachtwanderung bei Vollmond
- Pflücke einen duftenden Wildblumenstrauß
- Besuche mal wieder einen Tierpark
- Kaufe in einem Hofladen Biogemüse und saisonales Obst ein
- Mache einen Spaziergang bei Regen und spüre die Regentropfen
- Versuche nach einem Gewitter einen Regenbogen zu finden
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