Feiere die Feste der Natur: Mabon

 

Hallo ihr Lieben,

es ist nicht einfach mit der Natur in Verbindung zu bleiben, wenn unser Alltag meist so abgetrennt von ihr ist. Wir sitzen in klimatisierten Büros, wir verwenden künstliches Licht, wenn das Licht der Sonne uns zu schwach oder zu stark erscheint. Wir folgen dem gewohnten Weg, setzten unsere Füße Schritt für Schritt in die gleiche Richtung. Wir verbringen unsere Zeit in Städten und Industriegebieten, wo das Grau des Asphalts, die tonangebende Farbe ist. 

Es bedarf einer gewissen Anstrengung zu erfahren, in welcher zyklischen Phase sich die Natur befindet, wo der Mond am Nachthimmel umher wandert, ob er als schmale Sichel kaum Strahlkraft hat, oder voller Kraft im großen Zirkel auf uns hinab scheint und einwirkt. Sicher merken wir im Sommer, dass es heiß ist und im Winter, dass wir frieren. Dabei sind wir möglicherweise nicht glücklich darüber, weil es uns dabei stört, unseren Alltag zu tun und das zu erledigen, was gerade von uns verlangt wird. Jedoch passiert so viel mehr in der Natur als das. Und diese kleinen und großen Dinge können wir gemeinsam zelebrieren und uns auf die jeweiligen Feste vorbereiten.  

Mabon ist das nächste keltische Fest, um die Natur zu zelebrieren. Es ist das Herbstfest, Vorbereitung auf den Herbst und ein Abschied vom Sommer. Es wird am 21-23. September gefeiert. 

Wie kann ich Mabon feiern?

Du kannst dieses Fest feiern wie möchtest. Du kannst dir bewusst machen, dass der Herbst beginnt und dir die schönen Sommertage in Erinnerung rufen, die du in diesem Jahr erleben durftest. Vielleicht hast du einen schönen Urlaub erlebt oder im Garten Obst angepflanzt, für die du dankbar sein kannst. Falls nicht, geh noch einmal in einen Stadtpark oder eine andere Grünanlage und betrachte die Blumen und Bäume genau. Speichere dieses Bild in deinem Kopf ab, denn bald wird die Natur sich verändern. 

Lade Freunde zu dir nach Hause ein und bringe ein reichhaltiges Mahl auf den Tisch. Erfreut euch an unterschiedlichen Gerichten. Stelle einen Strauß bunter Blumen auf den Tisch und zünde Kerzen an.

Mabon ist auch ein Sonnenfest. Die Sonne scheint nicht mehr so viele Stunden wie noch im Hochsommer. Falls du ein Sonnenliebhaber bist, genieße die Sonnenstunden und die verbleibenden milden Tage, die noch kommen, mit angenehmen Aktivitäten an der frischen Luft. Falls du einen Garten mit einer gesicherten Feuerstelle hast, mache ein Lagerfeuer an. Es steht symbolisch für die Sonne und kann so unsere Dankbarkeit für ihre Wärme und Strahlkraft ausdrücken. 

Nicht vergessen:

Mabon: Herbstfest, Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche, Erntedankfest

Wann: 21.-23. September

Nutze die nächsten Tage, um dir zu überlegen, wie man sich am besten auf Mabon vorbereitet. 






Es war einmal ein Planet namens Erde. Diese Erde war kein normaler Planet, sie war bewohnt von vielen Göttern und Göttinnen. Tiere konnten sprechen und standen den Menschen als Schutzwesen bei. Die Menschen hatten auch eine Verbindung zu den Göttern und konnten mit ihnen in Kontakt treten, wenn sie Sorgen oder Probleme hatten. 

Eines Tages gebar die große mächtige Göttin Mutter Erde einen Sohn. Sie nannte ihn Mabon, was "großer Sohn" bedeutete. In der dritten Nacht verschwand Mabon plötzlich aus der Obhut seiner Mutter. Die große Göttin Mutter Erde suchte ihren Sohn überall, konnte ihn aber nicht finden. 

Sie fragte die Menschen, ob sie ihren Sohn gesehen hätten, jedoch wusste kein Mensch, wo Mabon war. Auch eine große Suche der Menschen brachte keinen Erfolg. 

Mutter Erde fragte auch die Tiere um Hilfe, doch sie hatten Mabon auch nicht gesehen. Die Tiere begannen, überall nach dem Sohn der Erde zu suchen. Der Löwe, der König der Tiere, gab die Suche auf, denn er war sich sicher, Mabon war nicht mehr auf der Erde und konnte nicht gefunden werden. Die anderen Tiere stimmten dem Löwen zu, bis auf drei, der Amsel, der Eule und dem Hirschen. Sie gaben nicht auf und fanden Mabon schließlich an einem besonderen Ort: der Anderswelt. 

An diesem magischen Ort, der Anderswelt, war Mabon sicher vor jeglichen Gefahren. Er wurde durch den mächtigen Schutzzauber der Anderswelt behütet. Jedoch war er dort getrennt von seiner Mutter. Sehnlichst wünschte die große Göttin Mutter Erde sich die Rückkehr ihres Sohnes herbei. Die Menschen fingen an, jeden Abend für die Rückkehr des Sohnes zu beten. Die Tiere halfen dabei, den Planeten so angenehm wie möglich für Mabon zu gestalten. Amsel, Eule und Hirsch ermutigten Mabon zurückzukehren:

 "Es ist alles für dich vorbereitet. Du bist in Sicherheit." 

Als die Früchte auf den Feldern reif zur Ernte waren, und die Menschen Getreide, Gemüse und Obst ernteten, dankten sie der großen Göttin Mutter Erde für die reichen und vielfältigen Gaben. Sie teilten ihre Ernte gerecht unter den Menschen und opferten auch den Göttern einen Teil davon. 

Darauf wurde Mabon auf der Erde wiedergeboren. Als Wiedergeborener bekam er einen neuen Namen, 

SOHN DES LICHTS. 

ENDE

Diese Kurzgeschichte ist inspiriert von der keltischen Mythologie und daraus insbesondere dem Mythos von Mabon, dem Sohn der Göttin Modron. In diesem Mythos geht es um sehr vieles, auch um den Kreislauf des Lebens. 

Für mich steht Mabon für den Kreislauf des Lebens und darum Opfer zu bringen und Dankbarkeit zu etablieren.


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